Radeln am Rande des Wahnsinns

von Petra Schweizer-Strobel

Manchmal geschehen Dinge, die so unwahrscheinlich sind, dass man sie nicht zu glauben vermag. Aber sie geschehen tatsächlich. Und das, was an jenem Abend des 27. November  passiert ist, gehört bei aller entsetzlichen Tragik dazu.

Aber von vorne.

Bereits zum zweiten Mal im November hatten die Stadträtinnen Ulrike Caspary (Bündnis 90/Die Grünen) und Anja Apel (Die LINKE) gemeinsam mit ihren Stadtratsfraktionen zu einer Veranstaltung rund um das Thema „Verkehr im Dresdner Norden“ geladen. Anfang des Monats ging es in der Waldschänke in Hellerau um den öffentlichen Personennahverkehr und vergangene Woche im Stadtbezirksamt Klotzsche dann um die Risiken und Nebenwirkungen des Fahrradfahrens. Während bei der ersten Veranstaltung also in erster Linie ein in so manchen Punkten als defizitär empfundenes Angebot beklagt wurde (wir berichteten), ging es bei der zweiten tatsächlich um nichts Geringeres als um sehr reale Gefahren für Leib und Leben.

Viele waren an diesem Abend trotz der Kälte anlassgerecht mit dem Fahrrad gekommen, eine kleine Demonstration unerschütterlichen Radfahrwillens. Die Stühle im Ratssaal waren bis auf den letzten Platz besetzt.

Zu Gast waren diesmal Konrad Krause vom ADFC, Dirk Bräuer, Abteilungsleiter Verkehrsanlagenplanung im Stadtplanungsamt, sowie Prof. Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts. Aber als „Gäste“ dürften sich zumindest Dirk Bräuer und Reinhard Koettnitz wohl kaum gefühlt haben. Sie waren als Verantwortliche eingeladen worden, um den Bürgern Rede und Antwort zu stehen – wie vorherzusehen war, zu sehr vielen unbequemen Fragen und Anliegen.

Konrad Krause, Dirk Bräuer, Reinhard Koettnitz und Ulrike Caspary

Die gute Nachricht: 450 Maßnahmen mit unterschiedlicher Priorität sieht das Dresdner Radverkehrskonzept vor, darunter 150 mit der höchsten Prioritätsstufe 1. 44,6 Mio. Euro sind dafür insgesamt vorgesehen. Das hört sich zunächst gut an. Die Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Industriegelände ist so eine Maßnahme der Kategorie 1. Die schlechte Nachricht: Auf die Nachfrage eines Bürgers gegen Ende der Veranstaltung, was denn nun in absehbarer Zeit – „in den nächsten zwei Jahren“, präzisierte er – im Dresdner Norden bei der Radwegesicherheit nennenswert geschehen werde, warfen sich die beiden Verantwortlichen hilfesuchende Blicke zu und mussten schließlich gestehen: NICHTS. Dabei waren zuvor unzählige wirklich gefährliche Verkehrssituationen, Fragen und Anregungen  von den Betroffenen – den Bürgern – vorgebracht worden.

Insbesondere war die Verbindung nach Langebrück als Knackpunkt geschildert worden. 7300 Kraftfahrzeuge fahren täglich diese Strecke mit einer erlaubten Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Oft wird diese noch überschritten. Daneben verläuft ein offensichtlich besonders im Winter und in der Dunkelheit nur eingeschränkt passierbarer nichtasphaltierter Fahrradweg, der Radfahrer oft auf die stark befahrene Straße zwingt. Viele der Anwesenden wünschten sich daher eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf max. 70, am liebsten sogar nur 50 km/h. Und die Wildtiere wünschten sich diese sicherlich auch, denn mit bis zu 25 Wildunfällen im Jahr ist diese Strecke ein großer Unfallschwerpunkt. Aber eine solche Begrenzung  ist bislang offensichtlich noch nicht geplant. In unserem Land hat der Autoverkehr trotz aller Gefahren für Mensch und Umwelt eben absolute Priorität. Die anstehende Schließung des Fußgängertunnels unter der Eisenbahnüberführung auf Höhe des Silbersees wird die Situation hier sogar noch weiter verschärfen. Den Radfahrern wird damit jede Möglichkeit genommen, in das Neubaugebiet am Wasserwerk auszuweichen, um den gefährlichen Bereich an der verhältnismäßig scharfen Kurve kurz vor dem Autotunnel, in die die Fahrzeuge von Langebrück herkommend mit zumeist viel zu hoher Geschwindigkeit hineinfahren, zu umgehen.

Als weiterer Gefahrenschwerpunkt wurde der links von parkenden Autos entlangführende Fahrradwege auf der Karl-Marx-Straße genannt. Zu welch furchtbaren Unfällen eine solche Konstellation führen kann, hat jüngst der Todesfall einer Radfahrerin aus Klotzsche auf der St. Petersburger Straße gezeigt, die durch eine unüberlegt aufgerissene Autotür zu Fall kam und anschließend vom fließenden Verkehr überrollt wurde.

Auch die Verkehrssituation an der maroden Fußgängerbrücke an der Haltestelle Industriegelände ist ein Unfallschwerpunkt, da viele PKW-Fahrer rechts an den Autos, die hier nach links abbiegen möchten und mitunter lange auf eine Gelegenheit warten müssen, vorbeifahren und dabei den an dieser Stelle mit viel Schwung und hoher Geschwindigkeit vom Fahrradweg auf die Straße geleiteten Radlern in die Quere kommen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Industriegelände und der Stauffenbergallee haben sich allein 2016/17 16 Unfälle ereignet, an denen auch Radfahrer beteiligt waren – darunter allein acht Mitarbeiter von Infineon, eine offensichtlich sehr fahrradbegeisterte (oder vielleicht muss man sogar schon sagen: todesmutige) Belegschaft.

 

Rege Diskussionen

Todesmutig? Womit ich zum Beginn meines Beitrages zurückkomme.

Während im warmen Ratssaal also über die schlechte und oft auch schlichtweg gefährliche Verkehrssituation für Radfahrer im Dresdner Norden und angrenzenden Umland mit Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung debattiert wurde, verunglückte der Leiter des Dresdner Schulverwaltungsamtes Falk Schmidtgen mit seinem Fahrrad auf der Staatsstraße 81 zwischen Friedewald und Auer tödlich. Auf einer jener Straßen, über deren fehlenden Radweg an diesem Abend auch gesprochen wurde, obgleich sie nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Dresden fällt.

Auch wenn vielleicht selbst ein Fahrradweg den Unfall, den ein betrunkener Autofahrer verursacht hat, nicht hätte verhindern können, so veranschaulicht diese Tragödie doch sehr nachdrücklich die berechtigten Sorgen der Radfahrer – und erklärt vielleicht auch ihren zunehmenden Zorn auf eine Verwaltung und Politik, die bei „Freie Fahrt für freie Bürger“ noch immer fast ausschließlich an motorisierte Verkehrsteilnehmer denkt.

Falk Schmidtgen hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Ghostbike für Falk Schmidtgen

Gründung einer AG Verkehr

An jenem Dienstagabend wurde schließlich auch die Gründung einer Arbeitsgruppe Verkehr initiiert, die der Stadtteilrunde Nord angegliedert sein wird. Jeder, der sich für einen besseren und sichereren Verkehr im Dresdner Norden engagieren möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen! Ein erstes Treffen findet am 14.1.2019 von 19:00 bis 21:00 Uhr im Untergeschoss des Gemeindehauses Alte Post auf der Gertrud-Caspari-Str. 10 statt.

Laubbläserkunst und anderes

Klotzscher Randnotizen von Jayne-Ann Igel

Klotzsche sei ein ruhiges Viertel, im Herzen zumal, im Königswald, gar ein beschauliches, sagt man oft, und das stimmt ja auch, zum Teil. Ab und an kann man ihr teilhaftig werden, der Stille, in der man an Sonntagmorgen bis zur Elbe hin zu lauschen vermag. Ein lauschiges Viertel also, der vielen Gärten und begrünten Grundstücke wegen, oder trotz? Der Gärtnerinnen und Gärtner Lust, der Hausmeisterservices Dienst am Kunden  machen sich jedenfalls deutlich vernehmbar. Ein Kanon, ein Stimmengewirr aus motorisierten Heckenscheren, benzingetriebenen Rasenmähern, Laubsaugern und -bläsern, gestaffelt über den ganzen Werktag, letztere nicht nur mehr im Herbst, nein, auch schon im Frühjahr, und wochentags ab Sieben morgens. Diese klangliche Ebene ist das eine, das andere das Reinheitsgebot, das viele so sehr verinnerlicht haben: das Gras muss kurz gehalten werden, am besten ohne Wildes darin, das unkontrolliert zur Blüte kommt. Im Herbst muss das Laub weg, aus Garten und Grundstück, bis aufs letzte Blatt. Das ist allerdings nicht nur in Klotzsche so …
Dass im Laub gern Igel überwintern, scheint einigermaßen bekannt, dass es aber auch Insekten und deren Larven als Heimstatt dient, schon weniger. Und die fallen nicht nur unter die Kategorie sogenannter Schädlinge. Viele Insekten bewirken, dass sich das Laub zersetzt, über den Winter, allmählich zu Humus wird. Es dient ihnen aber auch als Nahrung, wie sie selbst wiederum den Vögeln. Das Insektensterben ist in aller Munde, auch die daraus erwachsende Kalamität für etliche Vogelarten, doch Konsequenzen für das eigene Handeln zeitigt das kaum. Ein Laubbläser bewegt die Blätter mit einem Luftstrom bis zu 200 km/h, das überlebt kein Insekt, es wird zu Feinstaub vermahlen und nützt so niemanden was. Dazu werden noch Keime in der Luft verwirbelt, nicht gerade hygienisch, obgleich man gerade der zu dienen meint, zumindest der der Gärten.

Dezember 2018

Am Rande

Klotzscher Randnotizen von Jayne-Ann Igel

Kann man sich in Klotzsche verlieben?

Zunächst war Klotzsche für mich nicht mehr als eine Bahnstation, an der ich vorüber sauste, mehrmals im Jahr, im Zug nach Warschau, in den 70ern. Ich sah das Schild, das Bahnhofsgebäude, nicht grauer als anderswo, und dann ging es wieder durch Wald. Die Station dünkte mir das Tor zur Lausitz, in diese hügelige Landschaft, in der meine Mutter aufgewachsen. Ich hatte keine Ahnung davon, eines Tages hier zu landen und zuhause zu sein, als Schriftstellerin und Herausgeberin zu leben, auch nicht mehr weg zu wollen, nach mittlerweile über zwanzig Jahren. Warum das so ist? Diese Frage stelle ich mir ab und an, die Antwort fällt jedesmal anders aus und scheint vom Wesen her doch dieselbe. Halten mich die Menschen hier, die Landschaften, oder die Vorstadtbeschaulichkeit?

Die Kolumne, die unter dem Titel „Klotzscher Randnotizen“ zukünftig mit relativer Regelmäßigkeit im Blog erscheinen wird, mag auch solchen Fragen nachgehen. Sie wird sich aber vor allem Alltagsbeobachtungen widmen, Dingen, die sich vielleicht am Rande der Wahrnehmung abspielen, Veränderungen, auf die ich mir wie andere Menschen auch einen „Reim“ zu machen versuche. Jeden Tag per Rad unterwegs im Viertel wie im Dresdner Norden …

 Mehr unter „Klotzscher Randnotizen“

Verkehr(t) im Dresdner Norden?

von Petra Schweizer-Strobel

Reges Interesse

Der Saal war voll. Übervoll. Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary hat mit dem Thema „Bus und Bahn im Dresdner Norden“ angesichts der Ansiedlung mehrerer neuer großer Firmen im Gewerbegebiet westlich des Flughafens offensichtlich den Nerv vieler Anwohner getroffen, die mit der Verkehrssituation im Dresdner Norden ohnehin schon nicht zufrieden sind. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Apel von der LINKEN und ihren Stadtratsfraktionen hat sie am 6. November in der Waldschänke Hellerau eine Podiumsdiskussion mit zwei Männern organisiert, die es wissen sollten: Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Martin Gawalek, Prokurist der DVB. Die Entwicklung des neuen Verkehrskonzepts der Stadt liegt in den letzten Zügen – der richtige Moment also, die Bevölkerung noch mitreden zu lassen. Denn wer könnte besser beurteilen, wie die Verkehrssituation in der Praxis tatsächlich ist, als diejenigen, die ihr täglich ausgesetzt sind? Die Theorie am Reißbrett ist das Eine – die persönlichen Erfahrungen sind das Andere.

Der Abend begann mit zwei Impulsreferaten der eingeladenen Experten. Von langfristigen Perspektiven war die Rede, von Taktverbesserungen, Stadtbahnverlängerungen, neuen Busrouten, von Mobilitätspunkten, Carsharing, Bikesharing und Schnellladestationen für Elektroautos. Von Mitfahrportalen und betrieblichem Mobilitätsmanagement. Ein wohlklingendes Sammelsurium der Modernität. Was tatsächlich geplant und was nur Gedankenspiel ist, war nicht unbedingt immer leicht voneinander zu unterscheiden. Aber eines wurde schnell klar: So einfach ist die Sache mit der Verkehrsplanung nicht! Allein die zeitlichen Dimensionen für Bauvorhaben, beispielsweise der Verlängerung von Bahnlinien, sind immens, die Zuständigkeiten sind komplex und die Folgen kleiner Veränderungen im Verkehrsgefüge unüberschaubar. Drehe ich am Takt in Klotzsche, hat das Folgen für die ganze Stadt. Von der Kostenintensivität vieler Wünsche einmal ganz zu schweigen. Denn natürlich sind beispielsweise kleinere Quartiersbusse wünschenswert, die auch Nebenstraßen an den ÖPNV anbinden, aber leider wurden sie während einer Erprobungsphase in Klotzsche seinerzeit kaum genutzt, weshalb diese Linien wieder eingestellt wurden. Die Trägheit der Masse, wenn sie umsteigen muss. Die Menschen mögen lange Strecken. „Keine Wirtschaftlichkeit im Dresdner Norden“ also – und das zählt leider selbst noch in Zeiten, in denen der ÖPNV der Umwelt zuliebe eigentlich so sehr bezuschusst werden müsste, bis schließlich auch der letzte Autofahrer aus Kostengründen öffentlich fährt. Denn erst wenn der ÖPNV gefühlt nichts mehr kostet und die Parkgebühren richtig schmerzen, werden die Menschen ihre Bequemlichkeit ihrer Vernunft opfern. Anton Hofreiters Traum vom 1 €-Tagesticket – er wäre wohl die Lösung vieler unserer Verkehrs- und Umweltprobleme. Aber an dieser Stellschraube zu drehen, ist Aufgabe der Politik und nicht der DVB – womit der Staffelstab dann auch bereits wieder bei den Stadträten und Stadtratsfraktionen angekommen wäre. Aber das nur nebenbei.

Von links nach rechts: Raoul Schmidt-Lamontain, Ulrike Caspary und Martin Gawalek

Im Anschluss an die Impulsreferate und eine erste Gesprächsrunde auf dem Podium war viel Zeit für Fragen, Wünsche und Vorschläge aus dem Publikum. Nicht alle Fragen konnten sofort beantwortet werden, und sicherlich sind nicht alle Wünsche und Vorschläge realisierbar, aber dass das Thema die Gemüter der Anwohner und Berufstätigen im Dresdner Norden bewegt, wurde sehr deutlich. Von am Straßenrand stehengelassenen Schülern war jetzt die Rede, weil zu Stoßzeiten die Kapazitäten der Busse nicht reichen, von der Schwierigkeit älterer Menschen, in Tatra-Bahnen einzusteigen, und ignoranten Busfahrern, die Umsteigenden selbst an wichtigen  Knotenpunkten wie dem Klotzscher Bahnhof regelmäßig vor der Nase wegfahren. Die Liste der Probleme und Anliegen ist lang. Die Veranstalter haben versucht, alle aufgekommenen Fragen und Beiträge zu erfassen und die bisherigen Antworten der Verantwortlichen zu dokumentieren.  Diese Liste soll ständig aktualisiert und ergänzt werden. Gerne können Sie uns auch weitere Fragen und Anregungen zum Thema schicken und uns auf weitere Problemsituationen des ÖPNV aufmerksam machen, wir werden sie in die Tabelle einarbeiten und die Veranstalter bitten, sich bei der Stadt und der DVB um Antworten und Lösungen zu bemühen.

Am 27.11.18 laden die Stadtratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN um 19:00 Uhr im Stadtbezirksamt Klotzsche erneut zu einer Veranstaltung zum Verkehr im Dresdner Norden ein, diesmal zum Fahrradverkehr. Zu Gast sind Konrad Krause vom ADFC, Dirk Bräuer, Abteilungsleiter Verkehrsanlagenplanung im Stadtplanungsamt, sowie Prof. Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts. Auch bei dieser Veranstaltung können Sie ihre Fragen und Anliegen direkt mit den Verantwortlichen diskutieren.

Neuigkeiten vom Kindertreff Göre des CJD Sachsen

von Damaris Reichel und Caritas Claus

Der Kindertreff Göre mit mobiler Spielplatzarbeit des CJD Sachsen hat seit diesem Sommer zwei neue Mitarbeiterinnen, Damaris Reichel und Caritas Claus.

Mobile Spielplatzarbeit heißt, ihr findet uns auf den Spielplätzen rund um die Göre mit einem Bollerwagen voller Spielzeug und vier offenen Ohren für eure Anliegen.

Aktuell sind wir, bedingt durch die dunkle und kalte Jahreszeit, Montag, Dienstag und Freitag ab ca. 14.00 Uhr bis spätestens 17.00 Uhr auf Spielplätzen unterwegs – bis 18.00 Uhr ist für euch an diesen Tagen die Göre geöffnet. Ab dem Frühjahr sind wir an den gleichen Tagen bis 18.00 Uhr auf Spielplätzen anzutreffen.

Wer es genau wissen will, darf gerne an der Hintertür des Kindertreffs, welche Richtung Sonnenhof zeigt, nachschauen. Hier hängt der konkrete Spielplatz aus, auf dem wir aktuell unterwegs sind.

Mittwochs soll zukünftig  Göre-Tag sein, das heißt, im Göhrener Weg 5 sind die Türen unseres Treffs ebenfalls von 14.00-18.00 Uhr für Kinder im Alter von 6-13 Jahren geöffnet.  Hier könnt ihr verschiedene Spiele ausprobieren und kreativ sein, euch ausruhen oder eigene Ideen einbringen und umsetzen.

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen oder einer von uns krank oder im Urlaub sein, hängen Abweichungen von dem hier beschriebenen Plan ebenfalls am Kindertreff für die aktuelle Woche aus.

Wir freuen uns, euch kennen zu lernen :-). Also bis bald auf den Spielplätzen rund um die Göre oder im Kindertreff!

 

Eure Damaris und Caritas

Herbstferien im Kindertreff Göre vom CJD Sachsen

von Damaris Reichel und Caritas Claus

Die Herbstferien sind nun vorbei und einige Kinder haben gemeinsam mit uns ein paar tolle Ferienaktionen erlebt.

Die erste Ferienwoche begann mit einer spannenden Schnitzeljagd, bei der die angetretenen Göre-Detektive ihr Wissen über den Stadtteil Dresden-Klotzsche und die Spielplätze rund um die Göre einbringen konnten, um am Ende durch einen Schatz belohnt zu werden. Das ist den Detektiven übrigens sehr gut gelungen ;-).

Darauf folgte ein Überraschungstag, an dem die Kinder sich in beliebigen Wii-Spielen ausprobieren durften. Das hat allen irre viel Spaß gemacht. Das Mittagessen, natürlich Nudeln mit Tomatensoße, bereiteten wir gemeinsam zu.

Der nächste Tag war ziemlich actionreich. Mit unseren angemeldeten Kindern starteten wir zum Brennballtunier der GDHFM (Große Dresdner Hof-fun-meisterschaft), welches mit anderen Trägern der Dresdner Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam organisiert und durchgeführt wurde. Die Zugehörigkeit zu den einzelnen Mannschaften wurde ausgelost, so dass am Ende unsere Kinder auf zwei Mannschaften verteilt waren. Dabei konnten neue Freundschaften geknüpft werden. Außerdem überwanden manche unserer Kids ihre anfänglichen Ängste, indem sie durch Verständnis und gutem Teamgeist ihrer Mannschaftskameraden in das Spiel integriert wurden. Am Ende hat es allen viel Spaß gemacht. Auch wenn das Team  „Beste Mannschaft“ den 5. Platz von fünf Mannschaften belegte, waren sie Sieger der Herzen ;-).

Am nächsten Tag ging es dann mit der Straßenbahn ins Kino „Hotel Transilvanien 3″. Hier konnten sich die meisten mit Popcorn und Slushy von der körperlichen Anstrengung des Vortags erholen.

In der zweiten Ferienwoche mussten einige Aktionen krankheitsbedingt ausfallen und die Göre war geöffnet. Einen  letzten schönen Ferientag verbrachten wir auf der Kinder- und Jugendfarm Spielwiese in Weißig. Besonders das Schwein Hermann, was sich so schön von den Kindern streicheln ließ, und das Grillen von Bratwürsten und Marshmallows über dem Lagerfeuer blieben den Kindern im Gedächtnis. Kaninchen konnten gestreichelt und beim Ausmisten des Ziegenstalls mitgeholfen werden… Eine Teilnehmerin überlegt jetzt sogar, ob sie ein Farmkind werden möchte, um öfter die Kinder- und Jugendfarm zu besuchen.

Wir hoffen, in den nächsten Ferien seid ihr wieder oder auch das erste Mal dabei! Wir freuen uns auf euch!

PS: Vielleicht sehen wir uns schon vorher auf den Spielplätzen in Dresden-Klotzsche oder in der Göre 😉

Eure Caritas und Damaris

Verkehr im Dresdner Norden

Wer kennt nicht das Gefühl, dass im Straßenverkehr alle gegen einen sind? Radfahrer schimpfen über Autofahrer, Autofahrer sind Radfahrern und Fußgängern auch nicht gerade in inniger Zuneigung verbunden, Busse und Bahnen scheinen oft dann nicht zu fahren, wenn man sie braucht.

Verkehrskonzepte sind Schlüssel zur Zukunft. Verstopfen unsere Verkehrsadern, können wir sie flüssig halten? Gelingt der Spagat zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten, Lebensqualität und Umweltschutz?

Fragen, die sich im Großen stellen, welche aber auch lokal im Dresdner Norden brennen.

Aus diesem Grunde möchte das Team vom Klotzsche-Blog auf zwei Veranstaltungen hinweisen:

Bus und Bahnen um Dresdner Norden – 06.11.2018 um 19:00 im Bürgerzentrum Hellerau

Radverkehr im Dresdner Norden – 27.11.2018 um 19:00 im Rathaus Klotzsche

Siehe auch unter Termine/Kalender

 

 

 

Klotzscher Befindlichkeiten

von Petra Schweizer-Strobel & Martyna Löffler

Beim diesjährigen Waldfest am 1. September haben wir die KlotzscherInnen nach ihren Befindlichkeiten gefragt. Was gefällt ihnen an Klotzsche? Was ärgert sie? Was wünschen sie sich? Was macht ihnen Sorgen? Hier das umfassende, unzensierte und unkommentierte Stimmungsbild:

Unser Stand
Die Details…

Gemeint ist diese Gedenktafel…

Jugendbegegnung Judo Dresden – Teplice

von Dirk Caspary

Der VfB Hellerau-Klotzsche verbindet Sport mit Völkerverständigung. Nach zwei Jugendbegegnungen mit Breslau (Polen) stand dieses Wochenende für die Judoka des Vereins eine Begegnung mit Tschechien auf dem Programm. Etwa 30 Jugendliche aus Teplice trafen von Donnerstag bis Sonntag auf die gleiche Zahl von deutschen Sportlern. Im Mittelpunkt stand dabei die Überwindung der sprachlichen Barriere zwischen den beiden unmittelbaren Nachbarn. Dazu gab es eine Reihe von Animationsspielen, bei denen die Judoka aus beiden Ländern sich näher kamen. Beim gemeinsamen Judotraining war man sich dann nicht mehr ganz so fremd wie zu Beginn.

Die Dresdner zeigten den Tschechen ihre schöne Heimat. Gemeinsam wanderten sie von Wehlen zur Festung Königstein, wo die Kinder die Festung erkundeten. Abends gab es dann ein gemeinsames Grillen an der Elbe. Samstags fuhren sie ins Dresdner Zentrum und die Kinder stürmten das Hygienemuseum.

Der Gegenbesuch in Teplice Ende Oktober steht schon fest. Die Hellerauer Jugendlichen freuen sich auf ein Wiedersehen mit den tschechischen Judoka.

Das Projekt „Jugendbegegnung Judo Dresden-Teplice 2018“ wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.