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Verkehr(t) im Dresdner Norden?

von Petra Schweizer-Strobel

Reges Interesse

Der Saal war voll. Übervoll. Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary hat mit dem Thema „Bus und Bahn im Dresdner Norden“ angesichts der Ansiedlung mehrerer neuer großer Firmen im Gewerbegebiet westlich des Flughafens offensichtlich den Nerv vieler Anwohner getroffen, die mit der Verkehrssituation im Dresdner Norden ohnehin schon nicht zufrieden sind. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Apel von der LINKEN und ihren Stadtratsfraktionen hat sie am 6. November in der Waldschänke Hellerau eine Podiumsdiskussion mit zwei Männern organisiert, die es wissen sollten: Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Martin Gawalek, Prokurist der DVB. Die Entwicklung des neuen Verkehrskonzepts der Stadt liegt in den letzten Zügen – der richtige Moment also, die Bevölkerung noch mitreden zu lassen. Denn wer könnte besser beurteilen, wie die Verkehrssituation in der Praxis tatsächlich ist, als diejenigen, die ihr täglich ausgesetzt sind? Die Theorie am Reißbrett ist das Eine – die persönlichen Erfahrungen sind das Andere.

Der Abend begann mit zwei Impulsreferaten der eingeladenen Experten. Von langfristigen Perspektiven war die Rede, von Taktverbesserungen, Stadtbahnverlängerungen, neuen Busrouten, von Mobilitätspunkten, Carsharing, Bikesharing und Schnellladestationen für Elektroautos. Von Mitfahrportalen und betrieblichem Mobilitätsmanagement. Ein wohlklingendes Sammelsurium der Modernität. Was tatsächlich geplant und was nur Gedankenspiel ist, war nicht unbedingt immer leicht voneinander zu unterscheiden. Aber eines wurde schnell klar: So einfach ist die Sache mit der Verkehrsplanung nicht! Allein die zeitlichen Dimensionen für Bauvorhaben, beispielsweise der Verlängerung von Bahnlinien, sind immens, die Zuständigkeiten sind komplex und die Folgen kleiner Veränderungen im Verkehrsgefüge unüberschaubar. Drehe ich am Takt in Klotzsche, hat das Folgen für die ganze Stadt. Von der Kostenintensivität vieler Wünsche einmal ganz zu schweigen. Denn natürlich sind beispielsweise kleinere Quartiersbusse wünschenswert, die auch Nebenstraßen an den ÖPNV anbinden, aber leider wurden sie während einer Erprobungsphase in Klotzsche seinerzeit kaum genutzt, weshalb diese Linien wieder eingestellt wurden. Die Trägheit der Masse, wenn sie umsteigen muss. Die Menschen mögen lange Strecken. „Keine Wirtschaftlichkeit im Dresdner Norden“ also – und das zählt leider selbst noch in Zeiten, in denen der ÖPNV der Umwelt zuliebe eigentlich so sehr bezuschusst werden müsste, bis schließlich auch der letzte Autofahrer aus Kostengründen öffentlich fährt. Denn erst wenn der ÖPNV gefühlt nichts mehr kostet und die Parkgebühren richtig schmerzen, werden die Menschen ihre Bequemlichkeit ihrer Vernunft opfern. Anton Hofreiters Traum vom 1 €-Tagesticket – er wäre wohl die Lösung vieler unserer Verkehrs- und Umweltprobleme. Aber an dieser Stellschraube zu drehen, ist Aufgabe der Politik und nicht der DVB – womit der Staffelstab dann auch bereits wieder bei den Stadträten und Stadtratsfraktionen angekommen wäre. Aber das nur nebenbei.

Von links nach rechts: Raoul Schmidt-Lamontain, Ulrike Caspary und Martin Gawalek

Im Anschluss an die Impulsreferate und eine erste Gesprächsrunde auf dem Podium war viel Zeit für Fragen, Wünsche und Vorschläge aus dem Publikum. Nicht alle Fragen konnten sofort beantwortet werden, und sicherlich sind nicht alle Wünsche und Vorschläge realisierbar, aber dass das Thema die Gemüter der Anwohner und Berufstätigen im Dresdner Norden bewegt, wurde sehr deutlich. Von am Straßenrand stehengelassenen Schülern war jetzt die Rede, weil zu Stoßzeiten die Kapazitäten der Busse nicht reichen, von der Schwierigkeit älterer Menschen, in Tatra-Bahnen einzusteigen, und ignoranten Busfahrern, die Umsteigenden selbst an wichtigen  Knotenpunkten wie dem Klotzscher Bahnhof regelmäßig vor der Nase wegfahren. Die Liste der Probleme und Anliegen ist lang. Die Veranstalter haben versucht, alle aufgekommenen Fragen und Beiträge zu erfassen und die bisherigen Antworten der Verantwortlichen zu dokumentieren. Diese Liste [ein Link dazu folgt in den nächsten Tagen] soll ständig aktualisiert und ergänzt werden. Gerne können Sie uns auch weitere Fragen und Anregungen zum Thema schicken und uns auf weitere Problemsituationen des ÖPNV aufmerksam machen, wir werden sie in die Tabelle einarbeiten und die Veranstalter bitten, sich bei der Stadt und der DVB um Antworten und Lösungen zu bemühen.

Am 27.11.18 laden die Stadtratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN um 19:00 Uhr im Stadtbezirksamt Klotzsche erneut zu einer Veranstaltung zum Verkehr im Dresdner Norden ein, diesmal zum Fahrradverkehr. Zu Gast sind Konrad Krause vom ADFC, Dirk Bräuer, Abteilungsleiter Verkehrsanlagenplanung im Stadtplanungsamt, sowie Prof. Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts. Auch bei dieser Veranstaltung können Sie ihre Fragen und Anliegen direkt mit den Verantwortlichen diskutieren.

Neuigkeiten vom Kindertreff Göre des CJD Sachsen

von Damaris Reichel und Caritas Claus

Der Kindertreff Göre mit mobiler Spielplatzarbeit des CJD Sachsen hat seit diesem Sommer zwei neue Mitarbeiterinnen, Damaris Reichel und Caritas Claus.

Mobile Spielplatzarbeit heißt, ihr findet uns auf den Spielplätzen rund um die Göre mit einem Bollerwagen voller Spielzeug und vier offenen Ohren für eure Anliegen.

Aktuell sind wir, bedingt durch die dunkle und kalte Jahreszeit, Montag, Dienstag und Freitag ab ca. 14.00 Uhr bis spätestens 17.00 Uhr auf Spielplätzen unterwegs – bis 18.00 Uhr ist für euch an diesen Tagen die Göre geöffnet. Ab dem Frühjahr sind wir an den gleichen Tagen bis 18.00 Uhr auf Spielplätzen anzutreffen.

Wer es genau wissen will, darf gerne an der Hintertür des Kindertreffs, welche Richtung Sonnenhof zeigt, nachschauen. Hier hängt der konkrete Spielplatz aus, auf dem wir aktuell unterwegs sind.

Mittwochs soll zukünftig  Göre-Tag sein, das heißt, im Göhrener Weg 5 sind die Türen unseres Treffs ebenfalls von 14.00-18.00 Uhr für Kinder im Alter von 6-13 Jahren geöffnet.  Hier könnt ihr verschiedene Spiele ausprobieren und kreativ sein, euch ausruhen oder eigene Ideen einbringen und umsetzen.

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen oder einer von uns krank oder im Urlaub sein, hängen Abweichungen von dem hier beschriebenen Plan ebenfalls am Kindertreff für die aktuelle Woche aus.

Wir freuen uns, euch kennen zu lernen :-). Also bis bald auf den Spielplätzen rund um die Göre oder im Kindertreff!

 

Eure Damaris und Caritas

Herbstferien im Kindertreff Göre vom CJD Sachsen

von Damaris Reichel und Caritas Claus

Die Herbstferien sind nun vorbei und einige Kinder haben gemeinsam mit uns ein paar tolle Ferienaktionen erlebt.

Die erste Ferienwoche begann mit einer spannenden Schnitzeljagd, bei der die angetretenen Göre-Detektive ihr Wissen über den Stadtteil Dresden-Klotzsche und die Spielplätze rund um die Göre einbringen konnten, um am Ende durch einen Schatz belohnt zu werden. Das ist den Detektiven übrigens sehr gut gelungen ;-).

Darauf folgte ein Überraschungstag, an dem die Kinder sich in beliebigen Wii-Spielen ausprobieren durften. Das hat allen irre viel Spaß gemacht. Das Mittagessen, natürlich Nudeln mit Tomatensoße, bereiteten wir gemeinsam zu.

Der nächste Tag war ziemlich actionreich. Mit unseren angemeldeten Kindern starteten wir zum Brennballtunier der GDHFM (Große Dresdner Hof-fun-meisterschaft), welches mit anderen Trägern der Dresdner Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam organisiert und durchgeführt wurde. Die Zugehörigkeit zu den einzelnen Mannschaften wurde ausgelost, so dass am Ende unsere Kinder auf zwei Mannschaften verteilt waren. Dabei konnten neue Freundschaften geknüpft werden. Außerdem überwanden manche unserer Kids ihre anfänglichen Ängste, indem sie durch Verständnis und gutem Teamgeist ihrer Mannschaftskameraden in das Spiel integriert wurden. Am Ende hat es allen viel Spaß gemacht. Auch wenn das Team  „Beste Mannschaft“ den 5. Platz von fünf Mannschaften belegte, waren sie Sieger der Herzen ;-).

Am nächsten Tag ging es dann mit der Straßenbahn ins Kino „Hotel Transilvanien 3″. Hier konnten sich die meisten mit Popcorn und Slushy von der körperlichen Anstrengung des Vortags erholen.

In der zweiten Ferienwoche mussten einige Aktionen krankheitsbedingt ausfallen und die Göre war geöffnet. Einen  letzten schönen Ferientag verbrachten wir auf der Kinder- und Jugendfarm Spielwiese in Weißig. Besonders das Schwein Hermann, was sich so schön von den Kindern streicheln ließ, und das Grillen von Bratwürsten und Marshmallows über dem Lagerfeuer blieben den Kindern im Gedächtnis. Kaninchen konnten gestreichelt und beim Ausmisten des Ziegenstalls mitgeholfen werden… Eine Teilnehmerin überlegt jetzt sogar, ob sie ein Farmkind werden möchte, um öfter die Kinder- und Jugendfarm zu besuchen.

Wir hoffen, in den nächsten Ferien seid ihr wieder oder auch das erste Mal dabei! Wir freuen uns auf euch!

PS: Vielleicht sehen wir uns schon vorher auf den Spielplätzen in Dresden-Klotzsche oder in der Göre 😉

Eure Caritas und Damaris

Verkehr im Dresdner Norden

Wer kennt nicht das Gefühl, dass im Straßenverkehr alle gegen einen sind? Radfahrer schimpfen über Autofahrer, Autofahrer sind Radfahrern und Fußgängern auch nicht gerade in inniger Zuneigung verbunden, Busse und Bahnen scheinen oft dann nicht zu fahren, wenn man sie braucht.

Verkehrskonzepte sind Schlüssel zur Zukunft. Verstopfen unsere Verkehrsadern, können wir sie flüssig halten? Gelingt der Spagat zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten, Lebensqualität und Umweltschutz?

Fragen, die sich im Großen stellen, welche aber auch lokal im Dresdner Norden brennen.

Aus diesem Grunde möchte das Team vom Klotzsche-Blog auf zwei Veranstaltungen hinweisen:

Bus und Bahnen um Dresdner Norden – 06.11.2018 um 19:00 im Bürgerzentrum Hellerau

Radverkehr im Dresdner Norden – 27.11.2018 um 19:00 im Rathaus Klotzsche

Siehe auch unter Termine/Kalender

 

 

 

Klotzscher Befindlichkeiten

von Petra Schweizer-Strobel & Martyna Löffler

Beim diesjährigen Waldfest am 1. September haben wir die KlotzscherInnen nach ihren Befindlichkeiten gefragt. Was gefällt ihnen an Klotzsche? Was ärgert sie? Was wünschen sie sich? Was macht ihnen Sorgen? Hier das umfassende, unzensierte und unkommentierte Stimmungsbild:

Unser Stand
Die Details…

Gemeint ist diese Gedenktafel…

Jugendbegegnung Judo Dresden – Teplice

von Dirk Caspary

Der VfB Hellerau-Klotzsche verbindet Sport mit Völkerverständigung. Nach zwei Jugendbegegnungen mit Breslau (Polen) stand dieses Wochenende für die Judoka des Vereins eine Begegnung mit Tschechien auf dem Programm. Etwa 30 Jugendliche aus Teplice trafen von Donnerstag bis Sonntag auf die gleiche Zahl von deutschen Sportlern. Im Mittelpunkt stand dabei die Überwindung der sprachlichen Barriere zwischen den beiden unmittelbaren Nachbarn. Dazu gab es eine Reihe von Animationsspielen, bei denen die Judoka aus beiden Ländern sich näher kamen. Beim gemeinsamen Judotraining war man sich dann nicht mehr ganz so fremd wie zu Beginn.

Die Dresdner zeigten den Tschechen ihre schöne Heimat. Gemeinsam wanderten sie von Wehlen zur Festung Königstein, wo die Kinder die Festung erkundeten. Abends gab es dann ein gemeinsames Grillen an der Elbe. Samstags fuhren sie ins Dresdner Zentrum und die Kinder stürmten das Hygienemuseum.

Der Gegenbesuch in Teplice Ende Oktober steht schon fest. Die Hellerauer Jugendlichen freuen sich auf ein Wiedersehen mit den tschechischen Judoka.

Das Projekt „Jugendbegegnung Judo Dresden-Teplice 2018“ wird aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Kindertagsfest ins Wasser gefallen

„Nicht immer gehen unsere Pläne auf!“ Das haben die 18 Kinder der Stadtteilgruppe HKJuJu in Klotzsche am 1. Juni ganz hautnah erfahren. Die katholische Junge Jugendgruppe wollte für die Kinder in einem Klotzscher Wohngebiet ein Kindertagsfest ausrichten. Dafür hatten sie mit viel Elan ein Glücksrad gebaut, Kuchen gebacken, Preise besorgt und waren alle pünktlich als Helfergruppe erschienen.
Sogar in einheitlichem T-Shirts und mit Erkennungslogo für diesen Tag. Besonders spannend war die gemeinsame Planung mit dem Christlichen Jugenddorfdienst (CJD), der schon viel Erfahrung mit der mobilen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Klotzsche hat. Es sollte eine erste gemeinsame Aktion und ein Kennenlernen sein.
Doch es kam anders! Punkt 15 Uhr begann es zu tröpfeln und binnen weniger Minuten stand die Gruppe auf dem „Festplatz“ bis zu den Knöcheln im Wasser.   Der Regen peitschte wie aus Eimern über das Kuchenbufet. Blitz und Donner mahnten zum sofortigen Abbruch der Aktion. Alles fiel ins Wasser! Das war für alle sehr traurig, doch spätestens nach dem Erreichen ihrer rettenden Kapelle und dem Verspeisen der noch brauchbaren Kuchenstücke, war klar, dass die Aktion nachgeholt wird und der Regen auch was Gutes hat.
Danke an alle Beteiligten!