Archiv der Kategorie: Zusammenleben

Klotzsche trifft sich

Am ersten Septembersamstag geschieht mit dem Waldgebiet rund ums Klotzscher Forstamt eine erstaunliche Verwandlung. Was bis eben noch ein ziemlich durchgeweichter Waldweg war, wird in den Nachmittagsstunden mehr und mehr zu einem Schauplatz regen musikalischen, kulinarischen und gesprächigen Treibens. Hunderte Familien sowie ältere und jüngere Semester jeglicher Couleur bevölkern, ja übervölkern für einige Stunden das Gelände. Dies nennt man das 7. Königswalder Forst- und Weinfest.

Foto: Simon Berthold

Die Idee, ein jährliches Waldfest zu organisieren, wurde anno 2011 durch den Klotzscher Verein e.V. an die Forstamtsleitung herangetragen mit dem Gedanken, an die Vergangenheit Klotzsches als Jagd- und Luftkurort anzuknüpfen. Seitdem stellt der Staatsbetrieb Sachsenforst die Kulisse zur Verfügung, während der Verein die Organisation erledigt. Mit jedem Jahr wächst das Forst- und Weinfest und das Programm wird vielfältiger. Dabei ist bei Wald und Wein lange nicht Schluss. Neben festen Größen wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem Jagdverband präsentierten sich dieses Jahr unter anderem auch die Initiative „Brücken schaffen“ und die Alpha-Lernhilfe. Daneben fanden zahlreiche Live-Veranstaltungen mit musikalischen Beiträgen von Hip-Hop bis A-Capella-Männerchor statt. Wein gab es übrigens auch.

Foto. Simon Berthold

Somit ist das Königswalder Forst- und Weinfest zu einem echten Höhepunkt für Familien und alle anderen geworden und bringt Klotzscher (und solche, die es gerne wären) unter dem Blätterdach zusammen.

David Berthold

Klotzsche läuft nach Plan

Die Alte Post braucht Geld. Für die Finanzierung des Neuen Gemeindezentrums hatten einige Klotzscher eine nicht alltägliche Idee.

Das Projekt

Wer in Klotzsche die Caspari-Straße entlang läuft, kann die Baustelle nicht übersehen. Der Umbau des Neuen Gemeindezentrums geht seinen Gang. Das alte Postgebäude kriegt ein zweites Leben. Der Bau wird von der gesamten Gemeinde getragen. Viele packen mit an, bemühen sich um den Baufortschritt, helfen…. Das Projekt ist auf der Zielgeraden. Aber so ein ambitioniertes Bauprojekt kostet wohl Einiges. Umso mehr, als dass die Baukosten sich auf Grund vielfältiger Ursachen drastisch erhöht haben, verglichen mit der ursprünglichen Planung (siehe auch Gemeindeblatt vom Mai 2017). Daher mussten Ideen her, wie das Spendenaufkommen zu erhöhen sei. Alle Gemeindemitglieder waren aufgerufen, sich Gedanken zu machen. Und so entstand der Spendenlauf. Auch mit dem Hintergedanken, nicht nur den engsten Gemeindekreis um Spenden zu bitten. Das Prinzip: Jeder Teilnehmer läuft so viele der ausgeschriebenen Runden, wie er kann. Und: Jeder Teilnehmer bringt einen oder mehrere Sponsoren mit, die für jede gelaufene Runde einen fixen Beitrag spenden. Nebenbei treibt man noch bissel Sport, tut was für sein Wohlbefinden und trifft seine Nachbarn. Eine win-win-win Situation, wie man so schön sagt. Das fanden dann auch einhundert Leute und rafften sich am Sonntagmorgen auf, die Heide um das Klotzscher Forsthaus zu beleben.

Gespannte Aufmerksamkeit

Dreizehn Teams gingen an den Start. Von ganz klein, dem „Hortteam“, bis sehr lebenserfahren, dem Team “ In der Ruhe liegt die Kraft“, reichte die Bandbreite. Von Anfang an war die Stimmung ausgelassen. Es ging nicht vordergründig um sportlichen Ehrgeiz, sondern ums Miteinander. Ehrgeizige Läufer kamen genauso auf ihre Kosten wie Läufer, die sich einfach nur bewegen wollten.

Der Chef läuft selbst

Und vor allem die Kinder hatten jede Menge Spaß. Eine Runde war um die eintausend Meter lang. Und es kamen etliche zusammen.

Die erste, vorläufige Hochrechnung am Sonntagabend ergab den zugesagten stattlichen Betrag von über 16.000€. Und da waren noch nicht einmal alle Teams ausgezählt.

Nachtanken

Eine willkommene Geldspritze für das Bauprojekt und ein herrlicher Sonntagvormittag in Klotzsche.

Zufrieden

Gute Idee, klasse Umsetzung und ein respektables Ergebnis. Sehr gelungen! Ein großes Lob auch an die Organisatoren!

 

Michael Drechsler

Kinder und Jugendliche in Klotzsche wünschen sich einen Skateplatz

Die Frage, was Kinder, Jugendliche und junge Menschen im Ortsamtsbereich Dresden-Klotzsche beschäftigt und was sie sich wünschen, stellten sich Alexandra Starosta vom Hort der 82. Grundschule sowie Sophia Burudshiew und Stefanie Liefeith von der Mobilen Jugendarbeit Dresden Nord. Vor allem für ältere Kinder und Jugendliche fehlt es in Klotzsche an öffentlich-zugänglichen Treffpunkten und Spiel- sowie Sportmöglichkeiten in der Freizeit. In der durch die Horte der 4 Klotzscher Grundschulen und der Mobilen Jugendarbeit initiierten Kinder -und Jugendbefragung wurde der Wunsch nach einem Skateplatz in Klotzsche geäußert.  Nach dem die Sozialarbeiterinnen der Mobilen Jugendarbeit verschiedene Freiflächen überprüfen ließen, stellte sich der Bolzplatz an der Zinnowitzer Straße/ Ecke Rostocker Straße am geeignetsten heraus.  Gemeinsam mit der Stadtteilrunde Nord, ein Zusammenschluss verschiedener Vertreter*innen der Jugendhilfeeinrichtungen im Dresdner Norden, wurde am 06.04.2017 eine Informationsveranstaltung auf diesem Spielplatz organisiert. Anwohner*innen, Kinder und Jugendliche aus Klotzsche bekamen an diesem Tag die Gelegenheit, mit zuständigen Ansprechpartner*innen, wie z.B. mit Frau Eckardt vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, ins Gespräch zu kommen und über eine eventuelle Umsetzung zu sprechen. Ergebnis dieses Zusammentreffens: Eine Realisierung vor Ort ist nicht möglich, da durch den Abstand zur Wohnsiedlung die Schallemissionswerte nicht eingehalten werden können. Derzeit werden alternative Flächen überprüft.

Am 08.05.2017  wurde das Anliegen bei der Ortsbeiratssitzung  von den Sozialarbeiterinnen der Mobilen Jugendarbeit Dresden Nord vorgestellt, sowie 2 Anträge an den Oberbürgermeister zur Flächenfindung beantragt.

Für weitere Informationen oder bei Interesse an einer Beteiligung:

Stadtjugendring Dresden e.V., Mobils- Mobile Jugendarbeit Dresden Nord, Königsbrücker Landstraße 59, 01109 Dresden, mobils@sjr-dresden.de, www.molang.de

Das Mobils Team

Klotzsche-Skate — Lärm, Müll und Rauschgift?

Skateanlagen sind in, ohne Frage. Eine attraktive Freizeitmöglichkeit für Kinder und Jugendliche. Aber braucht Klotzsche eine Skatanlage für Kinder? Darüber gehen die Meinungen offensichtlich weit auseinander. Am 6. April fand dazu eine öffentliche Diskussion statt. Öffentlich im wahrsten Sinne des Wortes: Auf dem Spielplatz Rostocker Straße trafen sich Vertreter der Jugendamtes Dresden, des Amtes für Stadtgrün und eine relativ große Zahl von Anwohnern, meist ältere Jahrgänge. Die Veranstaltung wurde vom Stadtjugendring Dresden und der Stadtteilrunde Nord organisiert.

Lebhafte Diskussion

Und diese hielten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Hintergrund war offensichtlich viel Verdruss in der Vergangenheit. Spielplätze und Sportanlagen müssen sein, darin bestand Einigkeit. Aber es gibt auch Schattenseiten. Nicht jeder ist beglückt, wenn er am Sonntagmorgen gegen fünf einem Fußballspiel beiwohnen darf. Und nicht jeder freut sich über laute Musik zu nachtschlafener Zeit und tags darauf über leere und zerschlagene Alkoholbehältnisse. Ja, es geht um Kinderspielplätze, aber die Anwohner haben da wohl so ihre Erfahrungen mit „Fremdnutzung“ gemacht. Die Aufregung und die Skepsis waren jedenfalls unüberhörbar. Lärm, Müll und Rauschgift – diese Worte fielen nicht selten. Und niemand der Anwesenden wollte ernsthaft glauben, dass man strenge Regeln zur Nutzung auch durchsetzen könne.

Die Fakten: Es gibt Ideen, im Stadtteil eine Skateanlage zu errichten. Ein Wunsch der Kinder. Die anvisierte Altersgruppe sind die 10–12–Jährigen, für die es bislang im Stadtteil nicht allzu viele öffentliche Möglichkeiten gibt, sich auszutoben.

Es geht zunächst darum, einen geeigneten Standort und die Akzeptanz der Anwohner zu finden. Die Zinnowitzer/Ecke Rostocker Straße war nur eine diskutierte Möglichkeit. Es müssen etliche Dinge durchdacht werden: schließlich leben wir in Deutschland und da gibt es selbst für Skateanlagen eine DIN (DIN EN 14974 „Anlagen für Benutzer von Rollsportgeräten — sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“).

Wie können die Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen — der Kinder und Jugendlichen, die sich eine Skatebahn wünschen, auf der einen, der Anwohner, die mit den Begleitumständen leben müssen, auf der anderen Seite — berücksichtigt werden?

Michael Drechsler

Beginnendes Verstehen – KM22

„Wir sind doch hier nicht in der Grundschule!“ Der ältere Herr ist sichtlich empört und sieht sich Zustimmung heischend in der Runde um. Hier und da beifälliges Nicken. Das Konzept von „Klotzsche hört sich zu“ für den Bürgerdialog scheint diesmal nicht aufzugehen. Kaum einer der Anwesenden im Speisesaal der frisch modernisierten 82. Oberschule in Klotzsche scheint an diesem Abend des 30.03. Interesse an der Bildung von Gesprächskreisen zu haben, um sich gegenseitig zu sagen, was sie sich in Klotzsche wünschen. Die Leute wollen etwas Anderes hören. „Wo ist denn der Herr Vorjohann?“

Nicht wenige sind der Meinung, dass der Bildungsbürgermeister der Stadt Dresden zu dieser Veranstaltung angekündigt war.

Worum ging es?

Am Nachmittag des gleichen Tages gab es einen Tag der Offenen Tür in der Karl-Marx-Straße 22 in Klotzsche. Die Einrichtung der Jugendhilfe soll ab April 2017 bis zu 23 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen. Ein Vorhaben, welches im Stadtteil seit Monaten heiß diskutiert wird. Ein Thema, welches durchaus polarisiert.

Die Menschen, die sich an diesem Abend in der Klotzscher Schule versammelt haben, wollen Antworten. Antworten  auf Fragen zu dieser Einrichtung mitten in ihrer Wohngegend. Um es vorwegzunehmen: es gab auch provokante und auch themenfremde Einlassungen an diesem Abend. Nicht wenige der Anwesenden waren skeptisch bis ablehnend, jedoch bemühten sich die meisten um ein sachliches Gespräch. Und es wurde am Ende eines. Dank dreier Akteure der Jugendhilfeeinrichtung. Allen voran Bernard Martinell, Psychologe und Leiter der KM22, sowie Frank-Robert Kühn, Leiter von Kühn und Kollegen, welche im Auftrag der Jugendhilfe die Einrichtung betreiben, sowie Katja Eisenkolb, Psychologin, die bereits in einer ähnlichen Einrichtung in Langebrück tätig war und schon im letzten Bürgerdialog „Klotzsche hört sich zu“ aus dem Alltag einer solchen Institution berichtet hat.

Die drei stellten sich allen Fragen, wichen nicht aus. Sagten auch deutlich, dass nicht immer alles rosarot sei, sondern dass es durchaus Probleme geben könne. Es seien nun mal Jugendliche in einem schwierigen Alter und in einer ganz besonderen Situation. Diese Offenheit und Ehrlichkeit kam an. Vereinzelte Provokationen aus dem Publikum verpufften. Die Bandbreite der Fragen reichte von der Schulpflicht über Besuchs- und Ausgangsregelungen bis hin zu Fragen des Impf- und Versicherungsschutzes und auch der Sexualität. Nicht alle Fragen konnten zur Zufriedenheit beantwortet werden, aber das Team konnte seine Kompetenz in der Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen klar vermitteln.

Am Ende waren die Skeptiker zwar immer noch skeptisch. Aber im Gespräch entstand eine Atmosphäre der, sagen wir, beginnenden Verständigung. Man war gewillt, erst einmal abzuwarten und der Einrichtung und ihren Bewohnern eine Chance zu geben. Ab April wohnen in Klotzsche zunächst zwölf Jugendliche aus Syrien, Eritrea….

Klotzsche-Blog wird an diesem Thema dranbleiben.

PS.: Die Abwesenheit des Herrn Vorjohann konnte aufgeklärt werden. Letztendlich waren es doch die sehr missverständliche Ankündigungen in der Presse. Aber auch ohne ihn war der Abend ein Erfolg: Ein Zeichen dafür, dass in Klotzsche auch über umstrittene Themen respektvoll diskutiert werden kann!

Auch eine Kulturhauptstadt hat Stadtteile

Dresden soll 2025 Kulturhauptstadt Europas werden. Um dafür zu werben, tourt Annekatrin Klepsch, Dresdens Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, durch die sächsische Landeshauptstadt. Am 9.3. machte der Wanderzirkus – O-Ton Klepsch – Station im Dresdner Norden. „Bürgerforum zur stadteilbezogenen Kulturarbeit in Klotzsche-Hellerau“, so der etwas sperrige offizielle Titel der Veranstaltung in der Hellerauer Waldschänke.

Annekatrin Klepsch bei der Begrüßung

Gemeinsam mit Ortsamtsleiter Christian Wintrich, dem Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz Manfred Wiemer sowie dem Leiter des Kulturhauptstadtbüros Stephan Hoffmann waren die Bürger des Dresdner Nordens aufgefordert, über Kultur zu diskutieren. Und eben nicht über die Hochkultur. Nicht über Semperoper, Schauspielhaus, Frauenkirche oder das europäische Zentrum der Künste Hellerau. Nein, es sollte um die Basis gehen, um die Kultur im Stadtteil und um Stadtteilkultur als Form des Zusammenlebens. Was wollen die Bürger, was haben sie schon, was wünschen sie sich? Nach einem doch eher etwas trockenem und für die Akteure vor Ort kaum neue Erkenntnisse bringendes „Impulsreferat“ von Anne Pallas vom Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. über die Definition von Stadtteilkultur gab es dann tatsächlich Diskussion zwischen den ca. fünfzig Anwesenden. In kleinen Gruppen von ungefähr 10-12 Personen wurde über Vorhandes, Wünschenswertes und Machbares, über Mangel und Visionen gesprochen.

Einzelrunden

Es zeigte sich, dass der Dresdener Norden kulturell doch nicht so dröge ist, wie es manchmal scheint. Es existieren unzählige Projekte, Vereine und Initiativen, die sind mit den unterschiedlichsten Aspekten eben dieser Stadtteilkultur befassen. Es gibt sie, die Stadteilrunde Nord, die Volkssolidarität, den Klotzscher Verein, die Hellerauer Bürgerschaft, die Initiative „Brücken schaffen“, die Kirchgemeinden, die Sportvereine, den Waldschänkenverein, die mobile Jugendarbeit und viele mehr, die unsere Stadtteilkultur prägen. Und es gibt als kulturellen „Leuchtturm“ im Dresdner Norden das europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau, mit dem Golgipark.

Bestandsaufnahme

Es wurde aber auch deutlich, dass dies alles Inseln zu sein scheinen, die kaum oder sehr wenig miteinander vernetzt sind. Dies war auch Thema der anschließenden gemeinsamen Diskussion aller Gruppen, die von Stephan Hoffmann moderiert wurde.

Moderation

Die Antwort auf die Frage, welche Kultur den Dresdner Norden künftig prägen soll, bestand nicht nur in einer Aufzählung von konkreten Events, die man gern hätte. Die gab es selbstverständlich auch. Aber Konsens bestand wohl darin, dass die Vernetzung und die Rahmenbedingung für die Kulturarbeit in Klotzsche und Hellerau verbessert werden müssen. Stichworte waren hier Bürgerbüro, Stadtteilmanagement und Internetplattform zum Informationsaustausch. Außerdem fehlt es offenbar auch an bezahlbaren räumlichen Möglichkeiten, um sich zu treffen und Kulturprojekte gemeinsam zu gestalten. Auch Objekte wie die Waldschänke, die ja prädestiniert sind, diese Funktion zu erfüllen, müssen ihre Betriebskosten erwirtschaften und können ihre Räumlichkeiten nicht kostenlos zur Verfügung stellen.

Resultate

Alles in allem ein sehr interessanter Abend, der gemütlich bei Bier, Brezeln und vielen interessanten Einzelgesprächen ausklang. Das Thema Kulturhauptstadt Dresden war am Ende keines mehr. Es ging wirklich um uns, um unseren Stadtteil. Wünschenswert wäre allerdings noch ein breiteres Publikum gewesen. Christian Wintrich, der Klotzscher Ortsamtsleiter brachte es auf den Punkt: „Es ist ein wenig schade, dass man bei solchen Anlässen doch immer nur bekannte Gesichter sieht.“

Dennoch, die Diskussionen haben gezeigt, dass es Rede- und Handlungsbedarf gibt. Der Dresdner Norden sollte nicht zu einer reinen „Schlafstadt“ werden, was vereinzelt befürchtet wird.

 

Michael Drechsler

März 2017